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Ingenieurbüro Meinolf Decker

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Was ist Thermografie?

Dies ist ein Verfahren, das die für das menschliche Auge unsichtbare Wärmestrahlung eines Objektes sichtbar macht. Damit können thermische Verluste oder bestehende Wärmequellen ermittelt werden. Dazu werden wärmeempfindliche Sensoren eingesetzt, die Daten erfasst, ausgewertet und die Ergebnisse meist mit Hilfe von Computern dargestellt.

In der Bauthermografie wird sie zur Qualitätssicherung bei der Dämmung von Gebäuden eingesetzt. Damit ergibt sich eine gute Möglichkeit, Baufehler zerstörungsfrei und auch sehr eindrucksvoll nachzuweisen. Aber auch Leckagen in Rohrleitungen lassen sich damit orten, da Feuchtigkeit die Umgebung abkühlt und somit durch die Thermografie sichtbar gemacht werden kann.

Daraus lässt sich ableiten, dass Thermografieaufnahmen eines Gebäudes in der Regel erst nach  einer energetischen Sanierung sinnvoll ist, um die Qualität der ausgeführten Arbeiten zu überprüfen. Aufnahmen eines ungedämmten Gebäudes sind sicherlich sehr interessant, stellen aber in der Regel eine überflüssige finanzielle Belastung dar.

Da die eingesetzten Sensoren sehr empfindlich reagieren, müssen bestimmte Voraussetzungen geschaffen werden, um vernünftige Aufnahmen eines Gebäudes zu bekommen. Unbedingt erforderlich ist ein ausreichendes Temperaturgefälle, denn wenn Räume nicht beheizt werden oder es draußen genauso warm ist wie drinnen, lässt sich auf den Bildern nichts erkennen. Weitere Fehlerquellen sind von der Sonne aufgeheizte Bauteile. Deshalb werden Thermografieaufnahmen von Gebäuden in der Regel im Winter nachts oder am frühen Morgen erstellt.

Folgende Voraussetzungen sind notwendig für gute Aufnahmen:

  • Außentemperatur unter 5 °C, alle Räume beheizt, Innentüren geöffnet

  • kein Regen oder Nebel

  • möglichst windstill

Hauptanwendungsgebiete der Thermografie im Gebäudebereich:

  • Erkennen von fehlerhaft eingebauter oder fehlender Dämmung

  • Ortung von Wärmebrücken (z. B. Rollladenkästen, Heizkörpernischen, auskragende Betondecken)

  • Ortung verdeckter Konstruktionselemente (z. B. Stahlträger, Balken, Mauerwerksanker)

  • Lokalisierung von Rohrleckagen und Durchfeuchtungen

  • Lokalisierung von Luftundichtigkeiten