Das Blower-Door-Messverfahren
Hierbei geht es um die Luftdichtheit eines Gebäudes, also ob
es irgendwo "zieht". Vielleicht kennen Sie folgende Situation:
Sie sitzen im Wohnzimmer, schauen im Fernsehen einen
spannenden Krimi und stellen plötzlich fest, dass sich die Gardine bewegt. Nein,
kein Einbrecher, bloß der Wind. Das Fenster ist jedoch geschlossen. Aber der
Wind hat gedreht und bläst jetzt genau vor das Fenster, das nicht richtig dicht
ist.
Der Vorteil: es kommt frische Luft ins
Zimmer,
Der Nachteil: die schöne warme Heizungsluft verschwindet durch
eine andere Ritze, es wird kühl und unangenehm.
Ein Gebäude muss gelüftet werden (z. B. zur
Feuchtigkeitsabfuhr und Sauerstoffzufuhr), aber bitte über die vorgesehenen
Lüftungsmöglichkeiten. Wenn die Raumluft durch ungewollte Fugen und Ritzen ins
Freie strömt, führt sie immer auch Feuchtigkeit mit sich. Damit sind häufig
Bauschäden vorprogrammiert. Strömt z. B. feuchte Raumluft durch Mineralwolle,
kommt es zum Tauwasserausfall. Dieses kann jedoch nicht einfach mit einem Lappen
weggewischt werden, sondern bleibt im Material und sorgt für Schimmelbildung,
ein häufiges Problem bei der Dachabdichtung.
Zusammengefasst ergeben sich folgende Vorteile der Luftdichtheit eines
Gebäudes:
- Vermeidung von Bauschäden
- Vermeiden von Komforteinbußen durch Zugerscheinungen
- Vermeidung von unnötigen Lüftungswärmeverlusten und damit Verringerung des
Heizenergiebedarfs
- Verbesserung der Luftqualität durch Vermeidung von Eindringen belasteter
Luft
- verbesserter Schallschutz
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